Anzeige

Wo neueste Wissenschaft
zum Kunstwerk wird

Man stelle sich ein Korallenriff vor.
Ein Riff, dem es nicht gut geht, das im Absterben begriffen
ist. Dieses Riff wird nun von einem Künstler mit den Klängen gesunder
Korallenriffe beschallt. Das verblüffende Ergebnis: Die Unterwasserwelt des
Riffs erholt sich wieder und entwickelt neues Leben.

Blue fish swarm around a coral reef and an underwater monitoring device under sunlit water.

Diese ungewöhnliche Wiederbelebungsmaßnahme, die gerade in den Meeren weltweit getestet wird, heißt „Coral Sonic Resilience" Projekt und wurde von dem Berliner Künstler Marco Barotti anhand von neuesten Forschungsergebnissen der Wissenschaft entwickelt.

Man with beard and curly hair intently examines an intricate, light-colored object he holds.

Kunst und Wissenschaft Hand in Hand – das spielt auch bei der Berlin Science Week eine wichtige Rolle. Dort wird Barotti von der Falling Walls mit dem Science Breakthrough des Jahres 2025 in der Kategorie Art & Science ausgezeichnet.

Mehr als 35.000 Besucher:innen nutzten im letzten Jahr das meist kostenlose Programmangebot.
Tendenz steigend.

„Die Öffentlichkeit sollte möglichst früh bei Forschungsvorhaben mitreden und sich einbringen können: Wo sieht man Möglichkeiten und wo Gefahren?“

Christian Rauch,
Festivaldirektor Berlin Science Week

Die zehnte Berlin Science Week 2025 vom 1. bis 10. November fährt dabei wie ihre Vorgängerinnen mehrgleisig: An über 80 Orten in der ganzen Stadt gibt es inspirierende Veranstaltungen zu finden - von Laboren über Institute bis hin zu Ateliers und Bars. Das ehrwürdige Museum für Naturkunde und das bunt-kreative Gelände des Holzmarktes bilden die beiden Festivalzentren.

Ganz Berlin wird zum Spielplatz wissenschaftlicher Ideen

”Diese Formate wirken anders als ein zehnseitiges, wissenschaftliches Paper” sagt Christian Rauch. “Sie sind lebensnah und gehen auf Fragen ein, die wir als Gesellschaft beantworten müssen: was könnten und sollten die Forschungsergebnisse für uns bedeuten? Welche Zukunftsvisionen stecken dahinter? Und wie bewerten wir diese? Dafür muss die Öffentlichkeit die wissenschaftlichen Entwicklungen erst einmal mitbekommen. Und die Möglichkeit haben mitzusprechen. Das ist unser Job.”

Man and woman lean on a sticker-covered pole outside a red building with bakery and tattoo signs.

Die Formate sind ebenso vielfältig. Manchmal sind es klassische Vorträge, oft aber auch eine Ausstellung oder eine Performance, erklären Festivaldirektor Christian Rauch und Festivalmanagerin Judith Bodenstein beim Treffen am geschäftigen Holzmarkt.

Zum 20-jährigen Jahrestag des Mauerfalls wurde 2009 die Falling Walls gegründet. Eine Konferenz, die seitdem jedes Jahr die weltweit führenden Wissenschaftsköpfe nach Berlin einlädt, um bahnbrechende Durchbrüche in der Forschung zu präsentieren. Eine Initiative mit enormer Resonanz, die 2016 um die erste Berlin Science Week erweitert wurde.

A red sign reads "BERLIN SCIENCE WEEK.com" with blurred people at an event in the background.

Von der Ehrung wissenschaftlicher Durchbrüche zum Festival für die ganze Stadt

Seit 2019 ist das Museum für Naturkunde ihr Festivalzentrum - mit Ausstellerständen, Workshops und erstmals auch einer „Inspiration Stage“ für Kurzvorträge.

Vor drei Jahren kam der Holzmarkt als zweites Zentrum dazu. „Beide Orte haben eine ganz unterschiedliche Atmosphäre“, erklärt Judith Bodenstein. Im Naturkundemuseum kann man Wissenschaft direkt begegnen und sich mit den Forschenden unterhalten,
experimentieren oder auch spielen.

„Der Fokus des Holzmarktes ist künstlerischer. In diesem Jahr wird es hier 50 Kreativ-Veranstaltungen geben, unter anderem die Korallen-Ausstellung von Marco Barotti.“ 

Ein neues Projekt ist das „Decision Theater“, das Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen an einen Tisch bringt. Dort treffen sie gemeinsam komplexe Entscheidungen und sehen gleich die möglichen Konsequenzen.

Gerade in schwierigen Zeiten Haltung zu zeigen und uns als Stimme der Wissenschaft zu positionieren, ist wichtig.“

Christian Rauch,
Festivaldirektor Berlin Science Week

Two women talk at a university event, one smiling with a phone, the other gesturing.

Am stadtweiten Festival-Programm können sich alle beteiligen, die in oder mit der Wissenschaft arbeiten und sich an die Prinzipien der Science Week halten: keine Pseudowissenschaften, keine Diskriminierung oder politische Propaganda, dafür Vielfalt, Offenheit und respektvoller Dialog auf Augenhöhe. Im Rahmen der Science Week lässt sich die vielfältige Berliner Szene aus Forschung, Kunst und Innovation entdecken – eine Szene, die laut den Festivalorganisatoren auch international ausstrahlt.

„Beyond Now“ – mit Zuversicht in die Zukunft

„Wir stellen Menschen und Projekte vor, die beweisen, dass es sich lohnt, die Hoffnung auf eine gute Zukunft nicht aufzugeben, sondern daran zu arbeiten“, ergänzt Judith Bodenstein. „Das gehört zu den schönsten Momenten für uns, wenn wir von Leuten hören: “Hey, wir haben uns letztes Jahr auf der Berlin Science Week getroffen und machen jetzt ein tolles Projekt zusammen.”

Über ganz Berlin verteilt präsentieren sich Forschungsprojekte unter dem Jahresthema „Beyond Now”. Damit soll die Rolle der Wissenschaft als Quelle für Orientierung und neue Perspektiven in Zeiten großer Veränderung thematisiert werden. Ein zukunftsgewandter Titel in Krisenzeiten? „Genau. Gerade in schwierigen Zeiten sollten wir uns die Bedeutung der Wissenschaft für die Gestaltung unserer Zukunft bewusst machen. Mit dem Festival und unserem Jahresthema wollen wir zu lebendigem Diskurs dazu einladen.“, bestätigt Christian Rauch.

Berlin Science Week logo with dates 1-10 November 2025.

Die Berlin Science Week findet am 1. – 10. November 2025 statt.
Tauche ein in mutige Ideen für die Zukunft.
Weitere Details und das vollständige Programm findest du auf:

www.berlinscienceweek.com