Als würde man in eine Charlottenburger Altbauwohnung eintreten, so empfängt Torquato die Kundschaft. Im ersten Raum herrscht Weihnachtsstimmung mit Christmas Gin, Smålandsglögg, der Glühwein aus Schweden, handgezogenen Kerzen und silbernen Baumkugeln aus Indien.


Weiter geht es durch stilvolle Zimmer, jedes in einer anderen Farbe. Im Küchenbereich hängt der Himmel voller Pfannen, im zartblauen Nebenraum gibt es Bettwäsche und eine Tür weiter Handtücher. Torquato ist ein Versandhandel, aber hier, im Berliner Laden, kann man die Produkte anfassen und fühlen.
Wir schlafen zuhause in der Torquato-Bettwäsche
Der mittelständische Familienbetrieb der Brüder Axel, Max und Moritz Stürken ging vor 25 Jahren online, betreibt aber auch sechs Läden. Aus dem Briefmarkenalben-Hersteller "Leuchtturm“ wurde ein Multimarken-Unternehmen. „Wir führen rund 4000 Artikel aus den Bereichen Living und Giving,“ erklärt Moritz Stürken, der oft in Berlin im Laden vorbeischaut.
„Wir verkaufen Dinge mit Seele, Dinge, die uns gefallen.“ Etwa die Hälfte der Produkte stellt Torquato selbst her oder lässt sie eigens produzieren. Was im Sortiment landen soll, muss hohe Hürden überwinden, seien es Windlichter oder ein Kamin-Anpuster. Es gehe immer um Qualität und um Lebensdauer, so Stürken.
Ein Kamin-Anpuster?? „Der stammt aus unserem ersten Jahr“, sagt Stürken und präsentiert ihn wie eine Preziose, „ein Schürhaken, aber als schwarzes Eisenrohr mit Mundstück und Aufhängring aus Messing. Der stammt aus einer niedersächsischen Metalldrückerei. Funktioniert super!“

Schön und gut – zu bügeln
Oder die Bettbezüge, Stürken fährt mit der Hand über das frisch bezogene Bett im „Schlafzimmer“. „Diese Bettwäsche haben wir auch zu Hause.“ Wichtig sei nicht nur, dass sie schön aussehe. „Wir haben uns gefragt: Ist das Satin-Gewebe auch angenehm auf der Haut, man verbringt ja viele Stunden darin. Wie fühlt sich das an – und kann man es gut bügeln?“
Ein Paar schlendert durch den Laden an der Bleibtreustraße, nimmt einen Überzug in die Hand, schüttelt das Kopfkissen. So sei es gedacht, sagt Stürken leise, „anfassen gewünscht“.
Die Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle fabriziert eine Weberei aus Guimarães im Norden Portugals, die seit 1922 in Familienhand ist. Sehr fein – und auch langlebig? „Den Kissen-Bezug waschen wir zu Hause testweise drei Monate lang ständig mit.“

Alles, was eine Reise schöner macht.
Wie ein gediegenes Herrenzimmer wirkt ein weiterer Raum, eine gewisse Nostalgie umgibt die Torquato-Produkte. In den Regalen scheinen Reisetaschen nur darauf zu warten, dass man sich eine schnappt und loszieht. Die Kulturtasche aus genarbtem Leder stammt aus der Feintäschnerei Hammann in Offenbach, die seit 1864 Lederwaren in Handarbeit herstellt. „Mit Hammann entwickeln wir viele Produkte gemeinsam“, sagt Stürken.
Stürken greift zur nächsten Tasche, auf die sei er „ein bisschen stolz“: eine Reisetasche von Thumberland. Reisegepäck solle schön aussehen, aber leicht und funktional sein, „da wird die eierlegende Wollmilchsau gesucht“. Den Prototyp testet er selbst. „Eine Tasche hatte ich im Urlaub in Dänemark dabei und bin damit mit dem Fahrrad zum Bäcker gefahren. Dafür muss sie robust sein, aber auch praktisch.“
Torquato legt Wert auf Nachhaltigkeit, auf die Langlebigkeit der Produkte. Aber ist das nicht schlecht fürs Geschäft? Stürken lacht, nein, so würden sie das nicht sehen. Der Kunde erinnere sich vielleicht daran, wo er die Tasche oder die japanische gusseiserne Teekanne gekauft hat. Und komme wieder.
Dinge mit Geschichte und Erinnerungen
Die Frage sei doch, womit man sich umgeben möchte. Ein Kerzenleuchter, der auf einem Esstisch steht, sei mehr als ein Gegenstand, er erinnert an all die Abendessen, die hier stattgefunden haben. Und bei denen vielleicht der schwedische Glögg getrunken wurde.
Die Torquato-Käuferschicht bestellt zu zwei Dritteln per Versand. Aber nicht immer nur online, viele rufen an. Auf diesen Service legt Stürken Wert: „Wir haben kein Call-Center, die Mitarbeiter im Kundenservice sitzen im Büro direkt neben meinen.“

Nie wieder eine neue Pfanne
Auch hier ein Zurück zum Analogen also. Wie mit den Notizbüchern der Hausmarke „Leuchtturm 1917“. Als alle in die Digitalisierung eingestiegen sind, wollte Torquato dem etwas entgegensetzen, passend zum Zurück zu Kameras und Vinyl-Platten. Und Pfannen. Denn wenn es etwas gibt, was Screen-Süchtige weg von ihren Medien holt – dann ist es das Kochen. Stürken greift nach einer Eisenpfanne aus einer bayerischen Traditionsschmiede. Die werde mit jedem Gebrauch besser. „Wenn Sie die haben, brauchen Sie nie wieder eine neue Pfanne.“
Auf den Namen des italienischen Dichters Torquato Tasso kamen die Brüder Stürken durch das Theaterstück von Goethe. Ein Dialogsatz hatte es ihnen angetan: „Erlaubt ist, was gefällt.“ - Dinge, die vielen gefallen, bietet Torquato in der Bleibtreustraße. Der Berliner Laden gehöre zu ihren erfolgreichsten, der Standort mit der treuen Kundschaft sei einfach toll, so Stürken. „Der besondere Charme einer Altbauwohnung passt perfekt zu Torquato.“

Kontakt
Torquato AG
Bleibtreustraße 34-35
10707 Berlin
T +49 (0) 30 / 88 72 89 85
Montag bis Samstag: 10:00 - 19:00 Uhr
Impressum
Produziert von Tagesspiegel IMPACT für Torquato AG
Fotos: Barbara Schaefer, Torquato AG
Produktion: Alexander Matt
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